S-75 "DWINA" Flugabwehrraketenkomplex (Bausatz)

Artikelnummer: 0855

Flugabwehrraketenkomplex S-75 "DWINA" (Bausatz)

Maßstab 1:120

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Maßstabsgetreues 3D-Modell des Flugabwehrraketenkomplexes S-75 "DWINA" (NATO-Codename SA-2 Guideline) als Bausatz im Maßstab 1:120.

Für die Montage des Bausatzes bedarf es  weiterer Materialien und Fertigkeiten!

Aus Wikipedia:

Das S-75 Dwina (NATO-Codename: SA-2 Guideline) ist ein Flugabwehrraketenkomplex, der in den 1950er Jahren in der Sowjetunion entwickelt wurde. Er ist bis heute im Einsatz und eines der am weitesten verbreiteten und genutzten Flugabwehrsysteme überhaupt.

Das Fla-Raketensystem wurde nach den russischen Flüssen Dwina, Desna bzw. Wolchow benannt. Die Entwicklung des Systems startete im November 1953 durch das Almaz-Konstruktionsbüro unter Boris Bunkin, die Rakete selbst wurde vom Entwicklungsbüro Fakel unter Leitung von Pjotr Gruschin entwickelt. Die Waffe sollte hochfliegende britische und amerikanische Bomber wie die B-52 abfangen können. Testflüge wurden ab 1955 durchgeführt. Das System wurde 1957 als einsatztauglich eingestuft und ab 1959 in Dienst gestellt. Die S-75 wurde als preiswertere Rakete entwickelt, die anstelle der aufwändigen S-25 in vielen Regionen stationiert werden konnte.

Das komplette System aus Raketen, Radar und anderen Geräten kann auf Fahrzeugen und Anhängern transportiert werden. Die typische Batterie bestand aus sechs Startern, einem RSNA75-Radargerät und mehreren mobilen Generatoren. Wegen des begrenzten Auffassungsbereichs des RSNA75-Radars wurden Zieldaten zunächst von leistungsstärkeren Geräten wie dem P-12-Radar erfasst und an die S-75-Batterie per Drahtverbindung weitergemeldet.

1958 wurden die ersten fünf Batterien mit 62 Raketen an die Volksrepublik China geliefert. Zum Höhepunkt der S-75-Verbreitung 1969 hatte die Sowjetunion über 800 Raketenbatterien auf ihrem Staatsgebiet installiert.

Ab 1961 wurde die modernisierte Version S-75M eingeführt und ab 1962 in Dienst gestellt. Verbessert wurde vor allem das Radarsystem, das nun besser mit Gegenmaßnahmen wie Düppel und Störsender umgehen konnte.

Das System S-75 besteht aus zweistufigen radargelenkten Raketen vom Typ W-75, dem Frühwarnradar P-12 Jenissei (NATO-Codename: Spoon Rest) mit einer Reichweite von bis zu 275 km und dem Feuerleitradar RSNA-75 (NATO-Codename: Fan Song), Reichweite 60–145 km.

Eine Bodenstation fasst das Ziel per Radar auf und lenkt die Rakete über Funkbefehle. Die Bodenstation besteht aus den Einheiten UW (zur Steuerung der Raketen), RW (zur Stromversorgung), PW (Antennenanlage zur Signalübermittlung an die Rakete), AW (enthält die meisten elektronischen Bauteile der Anlage) und ZÄF (zur Unterscheidung von Freund- oder Feindflugzeugen auf dem Radar). In der UW arbeiten ein Feuerleitoffizier, der Schießende (als Befehlshaber), zwei Planzeichner und drei Funkorter.

Das Leitsystem kann nur ein Ziel auf einmal erfassen und mit bis zu drei Raketen bekämpfen. Um Ausweichmanövern des Piloten zu begegnen, wird meist ein Abstand von sechs Sekunden zwischen den Starts gewählt. Erst nach dem Ende der Flugzeit können neue Raketen gestartet oder ein neues Ziel erfasst werden.

Typischerweise besteht eine Stellung aus sechs Raketenstartern mit je einer Rakete, die im Abstand von etwa 100 m im Sechseck angeordnet sind. In der Mitte befinden sich die Radar- und Kontrollsysteme sowie sechs weitere Raketen zum Nachladen. Unter bestimmten Bedingungen ist auch der Einsatz gegen See- oder Landziele möglich. Je nach Geschwindigkeit des anfliegenden Ziels und der daraus resultierenden „Begegnungszeit“ kann die Splitterzone des Gefechtskopfes in Richtung nach vorn, seitlich oder hinten variiert werden. Die Zündung erfolgt durch einen funkelektronischen Annäherungszünder, der eine voreingestellte Anzahl reflektierter Impulse empfangen hat. Die Vernichtung des Zieles selbst wird von den mit hoher Energie fliegenden Teilen der Splitterummantelung des Gefechtskopfes verursacht.

Die veralteten Radarsysteme sind heute durch ECM leicht zu stören. Es gibt modernisierte Varianten mit optischem Visier hoher Reichweite (Kamera) und räumlich verringerter Radarabtastung (Impulsbündelregime). Im Falle eines Luftangriffs mit Antiradarraketen ARM auf einen S-75-Komplex kann bei rechtzeitiger Ortung das Radar ausgeschaltet werden. Durch den zunehmenden Winkelfehler der anfliegenden ARM verringert sich deren Trefferwahrscheinlichkeit. Ebenso besteht mit entfernten einfachen Sendern die Möglichkeit, virtuelle SA-Ziele für die ARM zu simulieren. Die schon in der Luft befindlichen Raketen des S-75 können in der Zwischenzeit von benachbarten S-75-Leitstationen funktechnisch übernommen und weiterhin in das Ziel gelenkt werden. Aufgrund der ausschließlichen Ausstattung mit Röhrentechnik ist der ältere, nicht modernisierte Raketenkomplex durch einen EMP einer Kernexplosion nur äußerst kurz gestört und danach wieder einsatzbereit.

 

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